Marching Order Experiment 1

EXTRA ACTION MARCHING BAND (USA)

Mo, 9. August 2004, ab 17:00
Blu­mau­er Platz, Linz

Eröff­nungs­fei­er des quitch

Ein extra­or­di­nä­rer Marsch zu qujOchÖ: Eröff­nung des neu­en Impuls­zen­trums für expe­ri­men­tel­le Kunst und Kul­tur

Es ist soweit! qujOchÖ eröff­net am 9. August 2004 sei­ne neue Wir­kungs­stät­te an der Unte­ren Donau­län­de mit einem bom­bas­ti­schen Spek­ta­kel, einer klei­nen Freak-Revo­lu­ti­on, einem hyper-rhi­zo­mor­phen Super­clash. Zu die­sem Anlass wird die EXTRA ACTION MARCHING BAND für den ein­zi­gen Öster­reich­auf­tritt enga­giert. Gemein­sam mit die­ser (sehr)vielköpfigen For­ma­ti­on aus San Fran­cis­co betreibt eine viel­fa­che Anzahl an Men­schen einen Umzug der beson­de­ren Art durch Linz. Vom Blu­mau­er Platz begin­nend bewegt sich ein Demons­tra­ti­ons­zug über die Land­stras­se, den Linz noch nicht gese­hen hat. Die EXTRA ACTION MARCHING BAND wird sich dabei in einer magi­schen Pro­zes­si­on immer wei­ter ver­grö­ßern, am Haupt­platz ihre Run­den dre­hen und über das LENTOS Ein­zug in das neue qujOchÖ-Quar­tier hal­ten, gefolgt von einer popo-wackeln­den, fuss-stamp­fen­den und joh­len­den Men­ge.

Die EXTRA ACTION MARCHING BAND kommt wie eine typi­sche ame­ri­ka­ni­sche Mar­ching Band kom­plett mit pas­sen­den Uni­for­men, gefie­der­ten Hüten, Schnar­ren­trom­mel, Trom­pe­ten, Flag­gen­mäd­chen und einem Sous­a­pho­ne daher. Aber wie der Name schon sagt: die­se Mar­ching Band hat ihre Eigen­hei­ten: ein spär­lich beklei­de­tes Flag­gen­team, dass sich an Ein­klang reibt und stößt, einen Schritt­ma­cher mit Mega­phon, der die Pro­zes­si­on derb kom­men­tiert, einen Ronald­Mc­Do­nald mit Wurst­trom­pe­te und eine aus­ge­präg­te Nei­gung, genau dort­hin zu gehen, wohin man eigent­lich nicht gehen darf. Simon Chef­fins, Begrün­der der EXTRA ACTION MARCHING BAND, erklärt dies im WIRE fol­gen­der­mas­sen: “It’s about move­ment, exci­te­ment and inten­si­ty, it’s about get­ting peop­le to let go. Our shows used to be extre­me­ly con­fron­ta­tio­nal, but we’re now more inte­rested in play­ing around with the con­text of the mar­ching band.” (The Wire, “Soul Desert”, 11/2003) Musi­ka­lisch lässt sich die EXTRA ACTION MARCHING BAND am bes­ten so beschrei­ben: die FANFARE CIOCARLA, gemischt mit dem Sound­track und Stil einer Mischung aus “Ich weiß, was Du letz­ten Som­mer getan hast …” und “From Dusk Till Dawn” sowie 9 x MELTED MEN mit einem Schuss COSTES. Es erwar­tet uns somit ein voll­kom­me­nes ad-absur­dum her­kömm­li­cher Marsch­mu­sik­um­zü­ge, ein Anti­po­dum zum Lin­zer Pflas­ter­spek­ta­kel oder wie im San Fran­cis­co Bay Guar­di­an steht: “Watching the mem­bers of the Extra Action Mar­ching Band jam is sort of like going to your high school’s foot­ball half-time show on acid, except it’s more aci­dic.” (SF Bay Guardian’s Best of Bay, Reader’s Poll: Best Rock Band, 7. März 2003)

Nach dem Marsch fin­det sich die wer­te Gesell­schaft in der Unte­ren Donau­län­de 10 ein. Im neu­en Quar­tier von qujOchÖ mit dem schö­nen Namen “quitch” (Unkraut wuchert!) gibt es einen gemüt­li­chen Aus­klang des Abends mit Essen, Trin­ken und Musik. Das quitch beher­bergt neben qujOchÖ auch Ein­zel­künst­le­rIn­nen in einem working_atelier.

Gäs­te sind hier jeder­zeit will­kom­men!

www.extra-action.com

(Fotos: qujOchÖ)


(Kamera/Schnitt: Lois Gutau­er)


(Kamera/Schnitt: Lois Gutau­er)